Häufige Fragen

Häufige Fragen

Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Informationen zu den Themen: Impfen, Parasiten, Reisekrankheiten, alte Tiere & Welpen, Heilung und Euthanasie.

Muss ich mein Tier impfen lassen – und wenn ja, wie oft??

Wie oft muss ich mein Tier entwurmen?

Wie oft muss ich mein Tier gegen Flöhe und Zecken behandeln?

Was sind Reisekrankheiten und wie schütze ich mein Tier davor?

Wann ist mein Tier „alt“?

Was muss ich bei meinem Welpen beachten und welcher Welpe passt zu mir?

Kann ich Heilung erwarten?

Euthanasie?

 

Muss ich mein Tier impfen lassen – und wenn ja, wie oft??

Unter meinen Tierhaltern kann ich teilweise eine zunehmende „Impfmüdigkeit“ beobachten.

Bei allem Verständnis, die Notwendigkeit von Impfungen bei unseren Haustieren ist nach wie vor gegeben. Eine ordnungsgemäße Grundimmunisierung und regelmäßige Auffrischungen sind für den Schutz Ihres Tieres vor schweren Erkrankungen unerlässlich.

Aber: Impfung muss Sinn machen und möglichst nicht schaden.

Für das einzelne Tier gilt daher: So wenig wie möglich und so viel / oft wie nötig!

Im Rahmen z.B. eines jährlichen Gesundheitschecks empfehle ich meinen Patienten ein jeweils individuelles Impfprogramm. Was, wie oft geimpft wird hängt z.B. von Alter und Gesundheitszustand Ihres Tieres ab.

Zur grundsätzlichen Orientierung existieren Leitlinien einer unabhängigen Expertenkommission, die Sie unter http://www.tieraerzteverband.de/bpt/berufspolitik/leitlinien/impfleitlinien.php
einsehen können.

Je nach Impfstoffhersteller und Gesundheitszustand eines Tieres, können die Empfehlungen im Einzelfall davon abweichen.

 

Wie oft muss ich mein Tier entwurmen?

Einige Wurmarten sind vom Tier auf den Menschen übertragbar. Neben dem hygienischen Umgang mit Tieren sollte daher eine regelmäßige Entwurmung selbstverständlich sein.

Eine „Wurmkur“ schützt nicht vor Neubefall mit Parasiten und muss daher in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Die Häufigkeit der Entwurmung von Hund und Katze hängt dabei u.a. von Alter, Art und Lebensweise des Tieres ab und sollte individuell für jedes Tier bestimmt werden.

Allgemein gilt: Mindestens 4 Entwurmungen pro Jahr sind zu empfehlen. wenn das individuelle Infektionsrisiko eines Tieres nicht als ausgesprochen gering bewertet wird.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch eine monatliche Entwurmung sinnvoll sein, bei der Verfütterung von nicht entsprechend vorbehandeltem Rohfleisch auch öfter.

Nach einem Flohbefall sollte das Tier gleichzeitig immer auch gegen Bandwürmer behandelt werden!

Alternativ zur Entwurmung besteht die Möglichkeit, der ebenfalls regelmäßigen (!) Untersuchung von Kotproben (Sammelkotprobe über 3 Tage).

Für Welpen gilt:
Behandlung gegen Spulwürmer im Alter von 2 Wochen (Hund) bzw. 3 Wochen (Katze). Anschließend im Abstand von jeweils 14 Tagen – bis 2 Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch.

Bei der ersten Behandlung sollte die säugende Hündin / Katze mitbehandelt werden.

Zum Weiterlesen: Hinweise des „europäischen Expertenrates für Parasiten bei Haustieren“ (ESCCAP)
http://www.hund-katze-wuermer.de/news-tipps/veroeffentlichungen/

 

Wie oft muss ich mein Tier gegen Flöhe und Zecken behandeln?

Flöhe und Zecken gehören zu den häufigsten Ektoparasiten von Hund und Katze.

Wie oft Sie Ihr Tier gegen Flöhe und Zecken behandeln müssen, richtet sich nach der individuellen Lebensweise und den Gewohnheiten Ihres Tieres. Untersuchen Sie ihr Haustier in jedem Fall regelmäßig auf Zecken- und Flohbefall (Flohkamm!).

Flöhe sind unabhängig von Jahreszeiten aktiv – das Tier muss also ggf. ganzjährig geschützt werden. Bei Flohbefall immer auch an die Behandlung der Umgebung (v.a. Schlaf- und Liegeplätze) mit geeigneten Mitteln denken damit es nicht nach kurzer Zeit zur erneuten Ansteckung kommt.

Durch Flöhe kann sich Ihr Tier mit Bandwürmern infizieren! Wurde ein Floh gefunden sollten Sie also immer auch an die Behandlung von Hund/Katze gegen Bandwürmer denken!

Zecken kommen, je nach Gattung, auch ganzjährig im Freien vor. Die von Zecken auf unsere Haustiere übertragenen Krankheiten unterscheiden sich dabei regional (s. auch Reisekrankheiten).

Welches Präparat für den Schutz vor Zecken bei Ihrem Tier, wie oft angewendet werden sollte hängt also auch davon ab, welche Bereiche abgedeckt werden sollen, ob Sie mit Ihrem Tier ins Ausland möchten etc. Einer regelmäßigen (in der „Hochsaison“ 2x tägl.) Untersuchung Ihres Tieres auf Zecken kommt beim Schutz von durch Zecken übertragbare Krankheiten besondere Bedeutungen zu! Die verschiedenen Krankheitserreger werden von der Zecke erst ausgeschieden, wenn die Blutmahlzeit mindestens 12 Stunden gedauert hat.

Zur Prophylaxe stehen die verschiedensten Spot-On Präparate, Halsbänder, Repellentien aber inzwischen auch wirksame pflanzliche Mittel zur Verfügung.

Hinweise des „europäischen Expertenrates für Parasiten bei Haustieren“ (ESCCAP) zum Weiterlesen:
http://www.hund-katze-wuermer.de/news-tipps/veroeffentlichungen/

 

Was sind Reisekrankheiten und wie schütze ich mein Tier davor?

Der häufig verwendete Begriff „Reisekrankheiten“ von Hund Katze meint Krankheiten, die durch sog. Vektoren (Zecken, Stech- und Sandmücken etc.) übertragen werden und ursprünglich nur in südlichen Ländern verbreitet waren.

Einige dieser Erkrankungen werden inzwischen auch in Zentraleuropa, also auch in Deutschland von Zecken auf Hund und Katze übertragen. Dazu gehören: Babesiose, Anaplasmose und Borreliose.

z.Z. überwiegend noch auf das südliche Europa (u.a. außereuropäisches Ausland) beschränkt treten Infektionen mit Ehrlichiose, Leishmaniose und Filarien (z.B. Herzwürmer) auf. Klimatische und ökologische Veränderungen führen aber zu einer kontinuierlichen Veränderung der Erregerverbreitung.

Die verschiedenen Erreger (Viren, Bakterien, Parasiten) verursachen schwere Erkrankungen bei Hunden und Katzen. Die Diagnose und Therapie sind häufig komplex und schwierig.

Große Bedeutung kommt somit der Vorbeugung, also der Bekämpfung der Vektoren mit den jeweiligen Spot-on Präparaten zu – grundsätzlich sollte sorgfältig erwogen werden, das Haustier überhaupt auf Reisen in endemische Gebiete mitzunehmen.

Je nach Reiseziel und Aufenthaltsgebiet Ihrer Haustiere können verschiedene Maßnahmen prophylaktisch ergriffen werden. Ich berate Sie gerne.

Zum Weiterlesen:
http://www.hund-katze-wuermer.de/news-tipps/veroeffentlichungen/
http://www.petsontour.de/de/home.aspx

 

Wann ist mein Tier „alt“?

Wann ist „alt“? Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten – wie auch beim Menschen verläuft der Alterungsprozess bei jedem Tier individuell verschieden. Grundsätzlich gilt: Regelmäßige Blutuntersuchungen empfehle ich umso früher, je größer der Hund ist – bei sehr großen Hunden ist dies u.U. schon ab dem 6. Lebensjahr sinnvoll. Bei kleinen Hunden und Katzen dagegen wird meist erst ab einem Alter von ca. 10 Jahren von „Senioren“ gesprochen.

In Abhängigkeit vom Gesundheitszustand Ihres Tieres empfehle ich Ihnen häufig auch eine Anpassung der Ernährung, z.B. sollte Zusammensetzung und Menge des bisher verwendeten Futters dem Alter angepasst werden. Daneben gibt es eine Vielzahl hilfreicher Futterzusatzstoffe und auch Spezialfuttermittel für bestimmte Erkrankungen.

Das alte Tier:
Mit zunehmendem Alter Ihres Tieres verändern sich auch dessen Bedürfnisse, Leistungsfähigkeit, und nicht selten auch der gesamte Gesundheitszustand: Häufig betroffen sind, ähnlich wie beim Menschen, z.B. die Gelenke, das Herz, Augen und Ohren, die Zähne, Leber und Nieren.

Für ältere Tiere empfehle ich daher regelmäßige Gesundheitschecks:

Während einer gründlichen Allgemeinuntersuchung fallen Veränderungen an betroffenen Organsystemen auf und können dann z.B. durch eine Blutuntersuchung genauer abgeklärt werden.

So werden erste Veränderungen und Hinweise auf schleichende Erkrankungen oder Tumore frühzeitig erkannt. Viele Altersbeschwerden sind nicht heilbar. Die meisten Erkrankungen lassen sich aber in Ihrem Fortschreiten aufhalten und lindern – wenn sie früh genug erkannt werden.

Zum Weiterlesen:
http://www.laboklin.de/pages/html/de/service/rat_tat/rt_geria_neu.htm

 

Was muss ich bei meinem Welpen beachten und welcher Welpe passt zu mir?

Ein Welpe kommt ins Haus…
… und schnell verändert sich plötzlich der gesamte Alltag – nicht nur, wenn es sich um das erste Tier handelt.

Die ersten Tage sind meist vollständig dem gegenseitigen Kennenlernen gewidmet. Dann aber stellen sich bald die Fragen nach dem richtigen Futter, eventuellen Parasiten, Wurmkur und der nächsten Impfung. Was muss ein Welpe überhaupt alles lernen? Darf er Treppen steigen? Und wie lange kann man mit ihm spazieren gehen? Die optimale Ernährung? „Stubenreinheit“ u.v.m.

Es gilt Vieles zu beachten. Sprechen Sie mich an, ich berate Sie gerne bei allen Fragen zur Gesundheit, Ernährung, Erziehung und natürlich auch bereits vor der Anschaffung, damit sie sich von vorne herein für den passenden Hausgenossen entscheiden.

 

Kann ich Heilung erwarten?

Noch ein Wort zur Heilung, dem anfänglichen Ziel vieler Ärzte. Hohe Erwartungen und hoher Anspruch sind zunächst einmal gut. Resultate und Realität sehen häufig jedoch anders aus. Die Hindernisse auf dem Weg zur Heilung können zahlreich sein. Auch Sie als Patient müssen lernen, dass man nicht alles heilen kann.

Voraussetzungen für Heilung sind natürlich die richtige Diagnose und die richtige Therapie. In allererster Linie aber braucht Heilung auch das Selbstheilungspotential des Körpers.

Ist Ihr Tier schon lange krank oder schon sehr alt, sind die Selbstheilungskräfte oft sehr geschwächt. Eine schnelle und dauerhafte Heilung ist dann nicht immer zu erwarten. Was wir aber meistens erreichen können ist eine Linderung der Beschwerden und damit eine deutliche Verbesserung, der Lebensqualität (Palliation).

Was Sie ebenfalls beim Thema Heilung nicht unterschätzen dürfen sind die Lebensumstände des jeweiligen Patienten! Wie wird das Tier ernährt, wie viel Bewegung, Sozialkontakte etc. benötigt und bekommt es.

Wenn ein übergewichtiger Patient sich dauerhaft falsch ernährt, wird die Linderung z.B. bestehender Gelenkprobleme dadurch deutlich erschwert. Ähnliches gilt für Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, stressbedingte Erkrankungen u.v.m…..

Die Heilung Ihres Tieres hängt hier ganz besonders auch von Ihrer aktiven Mitarbeit ab.

Ohne die Optimierung von Ernährung und Haltungsbedingungen ist eine Heilung manchmal unmöglich.

 

Euthanasie…

… bedeutet guter bzw. leichter Tod – ein schwieriges aber wichtiges Thema.

Die Auseinandersetzung mit dem Sterben ist eines der Tabuthemen unserer Gesellschaft. Jeder Tierbesitzer aber wird sich früher oder später mit dieser Situation auf die eine oder andere Weise auseinander setzen müssen.

Ob Leiden beenden oder Leben (auch um jeden Preis) erhalten, ist eine der schwierigsten Entscheidungen, die Sie als Tierbesitzer für Ihr Tier zu treffen haben werden.

Bei der Entscheidungsfindung kann ich Sie jederzeit beratend begleiten und Ihrem Tier, wenn es einmal nötig werden sollte, einen schmerzfreien und würdevollen Tod in seiner vertrauten Umgebung ermöglichen.

Auch über das „Danach“ sollten sie rechtzeitig nachdenken. Neben einer Bestattung auf dem eigenen Grundstück, gibt es z.B. auch die Möglichkeit der Einäscherung von Tieren in einem Krematorium.

Kommentare sind geschlossen.